TWG Tea Master's Tea Time

Ich grüße Euch liebe Teefreunde und hoffe Ihr seid gut in die erste Woche des neuen Jahres reingerutscht?!

Eigentlich fühlt sich alles wieder wie immer an, oder?

So langsam ist Normalität in alles eingekehrt und man arbeitet wieder so wie es vor dem Jahreswechsel war..



Mein heutiger schlauer Spruch handelt von einer gewissen Art oder Form von Selbstbewusstsein, Dinge zu schaffen, egal wie nah oder fern sie sind.

"Ein Nein hast Du schon, ein Ja kannst du kriegen, also verkauft Euch nicht unter Wert, lehnt auch mal zunächst lukrativ erscheinende Angebote ab und traut Euch! Ihr habt doch nichts zu verlieren."

Ich vergleiche das mit dem Sport(Eishockey, Fußball): Du gehst mit einem Unentschieden ins Spiel, kannst aber zwei mehr dazu bekommen, wenn du verlierst hast Du zwar gar nix, hast aber weniger verloren, als Du hättest dazugewinnen können.



Im heutigen Blogbeitrag geht es im Allgemeinen um eine Teefirma und zwei, drei Beispieltees, genauso wie die Beantwortung einiger kleiner Fragen, die Ihr mir netterweise zugeschickt habt, die ich unbedingt beantworten soll.


Vielen Dank dafür!




Wie Ihr wisst, arbeite ich im Waldorf Astoria Berlin als Tea Master Gold und seit kurzem haben wir unsere Teemarke von Wellmondo, einer sehr kleinen,aber tollen Teefirma aus München auf TWG umgestellt.

Die Asian Tea Company verkauft TWG Tee aus Singapur und bedient damit eine sehr große Bandbreite, die es für Tea Master oder Teeliebhaber natürlich sehr einfach sensorisch zu arbeiten.


Noch vor kurzem waren die feinen Tees von TWG ("The Wellness Group") ein Geheimtip, der Genießern in Singapur vorbehalten war. Außerhalb Asiens waren sie allenfalls bei Singapore Airlines zu finden sowie bei Dean & Deluca in New York und Harrods in London. Jetzt aber ist der Tee auch in Deutschland und Österreich zu beziehen.

https://www.asiateacompany.com/


Ich starte mit dem klassischen Sencha von TWG, dem Superior Sencha aus dem Szechwan Gebiet in China.

Einige von Euch kennen das Gebiet vielleicht in einer anderen Schreibweise: Sichuan.

Dieser weist eine gelbbraune Tassenfarbe auf, diese ist, wie Ihr bereits aus vorangegangen Beiträgen wisst, normal.

Die Grüntees aus dem chinesischen Bereich werden in Wokpfannen angeröstet, um die Enzyme zu inaktivieren und Fermentation zu verhindern.

Daher haben die meisten grünen Tees aus China, gerade aus dem Szechwan Gebiet eine sehr nussige, vollmundige und runde Aromatik.



Der zweite Tee, den ich Euch vorstellen möchte, ist der Oolong Prestige, ein teilfermentierter Tee mit sehr brotigen Elementen, einer aromatischen Nuance, hinten raus im Geschmack leicht frische Aromen.

Dieser Tee lebt richtig in der Aromatik, gerne auch mit weichen, leichten Speisen kombinieren.


Natürlich aromatisieren auch solche großen Teefirmen ihre Basistees, doch solche Nuancen kommen oft besser an als die Standardtees ohne "Geschmack", doch dazu sag ich immer:

Jeder Tee hat seinen eigenen Geschmack und nicht jeder Tee schmeckt genauso wie der davor oder danach.


In Bezug auf Sensorik und Aromatik möchte ich Euch noch einige interessante und wissenswerte Fakten mitgeben:

Milch macht die Tees weicher, kalte Milch vor allem.

Warme Milch bringt Süße mit ins Spiel, denn die Milchzucker sind bereits gespalten und setzen die Moleküle sozusagen frei, um dann mit dem Tee zu reagieren und eine Symbiose zu erzielen.

Einige fragen sich, wie sich Milchalternativen verhalten, gerade auch in Bezug auf Schaum und Geschmack.


In normaler Milch sorgen Milchproteine dafür, dass sich diese gut aufschäumen lässt und tolle Milchheißgetränke zaubert, bei veganen Alternativen wie Mandel-,Soja-, oder Hafermilch gestaltet sich dies als etwas schwieriger.



Mandelmilch bringt eine deutlich nussigere Note in den Kaffee oder Tee, obwohl ich dazu sagen muss, dass ich persönlich gar nichts in meinen Tee geben würde, doch auch das gehört dazu, dass ich Euch trotzdem darüber informieren möchte.

Hafermilch bringt etwas brotige und runde Aromen mit rein, Sojamilch gibt der ganzen Aromatik einen tieferen Geschmack im Sinne der Nuancenvielfalt.


Wenn Ihr Milch in den Tee geben möchte, so wie es in Großbritannien zur Tradition dazugehört,würde ich Euch raten, diese zuerst in die Tasse zu geben, denn so verbinden sich die Milchproteine und der Tee besser miteinander.


Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren :)


Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen.

https://www.instagram.com/leroyhenze/

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag


Euer Tea Master Leroy





Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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