Tea Master Tee-Besuch in Amsterdam 2017

Aktualisiert: 25. Sept 2019


Wie Ihr aus den vergangen Berichten entnehmen konntet, kam der Tee das erste Mal über Amsterdam nach Europa.


https://www.teamasterleroy.com/blog/von-der-teepflanze-in-die-teetasse-1-3


Letztes Jahr im August war ich auf den Spuren der Teekultur in den Niederlanden.

Amsterdam ist momentan eine der aufstrebendsten Großstädte Europas, die zurecht viele Studenten und Besucher anzieht.


In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Tea Master Eindrücke aus Amsterdam mit Euch teilen.



Kurz zu der Geschichte der Stadt Amsterdam


Amsterdam war schon immer ein bedeutender Handelsstandort in Europa und für die Welt im Allgemeinen, denn 1621 etablierte sich die niederländische Westindien Kompanie, die 1626 die Stadt Nieuw Amsterdam gründete, welche seit 1667 New York heißt.


Die Handelsgesellschaften manifestierten die Niederlande zu einer See- und Handelsmacht.


Das goldene Zeitalter der Niederlande bricht an...


"Der eigentlich sehr kleine Staatsverband wurde zur großen Wirtschaftsmacht des mittleren 17. Jahrhunderts und Amsterdam zum wichtigsten europäischen Handelsplatz sowie zur wohlhabendsten Stadt des Kontinents, die sich mit dem von 1648 bis 1665 erbauten Stadhuis (heute Paleis op de Dam) ein prachtvolles Rathaus errichtete.


Die Bevölkerung wuchs zwischen 1600 und 1662 von etwa 40.000 auf 210.000 Einwohner an, die Stadt wurde durch neue Grachten erweitert und erhielt zahlreiche neue Kirchen und Sozialeinrichtungen.


In den Lagerhäusern stapelten sich Gewürze, Seid und andere Kostbarkeiten aus Indien und dem Pazifikraum; Wissenschaften und Literatur, Architektur, Bildhauerei und Malerei (Rembrandt und seine Schule) erreichten Höhepunkte."


https://de.wikipedia.org/wiki/Amsterdam


Im Jahre 1610 erreichte Amsterdam dann die erste Teelieferung aus Japan.


Die einzigen europäischen Tee-Importeure saßen in Holland bis die Engländer 1669 ebenfalls in den Teehandel einstiegen.




Amsterdam heute


Der Stadtkern bildet ein tolles Fundament für Denkmäler und Museen, die an das goldene Zeitalter erinnern.

Knapp 1300 Brücken schmücken die Hauptstadt der Niederlande, die leider aufgrund seiner offensichtlichen Drogenpolitik in Verruf geraten ist.


Unzählige Museen, Gärten und Parks sind in der Stadt verteilt, die alle einfach per Fuß zu erreichen sind.

Wie sich aus dem Namen der Stadt etwas ableiten lässt, fließt der Fluss "Amstel" durch das Zentrum und bildet somit mit den Grachten ein unglaublich gutes Verkehrsnetzwerk für Handel und Transport.

(Amsteldamm, abgewandelt in Amsterdam)


Zurück zum Tee..

Auch heute kann man in der Stadt ein großes Teeinteresse verspüren, das durch die Hotels und kleinen Cafés weitergeführt- und gelebt wird.


Ich besuchte das Amstelhotel, welches eines der renommiertesten Häuser in der Stadt ist und der Intercontinental Hotel Group angehört, zu dem auch das Regent Berlin gehört, in dem ich meine Ausbildung absolvierte.


Dort genoss ich eine riesige Kanne Gyokuro (Bild siehe oben), einen beschatteten Grüntee und reiste gedanklich in die Teewelt der Zeitgeschichte....

Ihr erinnert Euch bestimmt noch daran, dass Gyokuro ein besonders tolles Aroma genießt.


Falls nicht, könnt Ihr gerne noch einmal nachlesen:

https://www.teamasterleroy.com/blog/matcha-das-japanische-gr%C3%BCnteepulver



In den weiteren Tagen erkundete ich die Gegenden in und um Amsterdam, die alle sehr naturbetont sind.


An meinem zweiten Tag in der Stadt reiste ich in das 40 Minuten entfernte Zandvoort.

Motorsport-Freunde kennen den Ort sicherlich durch die Formel 1 oder GT Masters, die jährlich dort stattfinden.


Ansonsten bietet Zandvoort einen hervorragenden Sandstrand, der sich über mehrere Kilometer erstreckt.


Auch hier musste ich natürlich die Tees probieren und war von einem Pickwick Beutel Tee als Tea Master positiv überrascht, der eine leichte Frische mit fruchtig-spritzigen Nuancen aufweist.


Pickwick Tea gehört seit Mitte des 19.Jahrhunderts zu Ethical Tea Partnerships, die einen fairen Transport und Handel zeigen sollen.


In Deutschland ist der Tee von der niederländischen Firma nicht so verbreitet, eher nur bekannt in Verbindung mit der Firma Philips, die mit ihr vernetzt ist.



Aufgrund der ehemaligen Verbindung zu Ceylon und England fällt auf, dass die Niederländer im Teeverhalten eher Schwarztee und Rooibos interessiert sind und weniger Grüntee basiert trinken.


Ein sehr bekannter Teevertrieb in Amsterdam oder den Niederlanden ist Simon Lévelt, der neben Tee auch Kaffee verkauft.


https://www.simonlevelt.nl/thee


Alles in allem kann ich sagen, dass diese Stadt einen direkt in sein Flair und Ambiente mitnimmt, das Thema Tee eine große Rolle spielt und auch Luxus in Verbindung mit Rustikalem hervorragend in die Stadt passt.


Für mich war es definitiv nicht das letzte Mal in Amsterdam und ich hoffe, dass die Teekultur und das Interesse am Heißgetränk weiterhin bestehen bleibt.



Mit vielen Grüßen

Tea Master Leroy


Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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