Tea Master's München Kooperation 2/4

Aktualisiert: 13. Sept 2019


Grüßt Euch liebe Teefreunde,


nach den fulminanten Berichten und dem hervorragenden Feedback zum Thema London, geht es dieses Mal wieder um Deutschland.

Wie Ihr sicherlich gemerkt hab, ist die Euphorie beim Lesen und bei der Tea-Time in Großbritannien eine andere.

Nichts desto trotz möchte ich diesen Bericht mit genau so viel Leidenschaft rüber bringen.



Das hat der Ort, die Lokalität definitiv verdient.

Auch dieser Bericht ist etwas geteilt, Ihr braucht Euch aber keine Gedanken machen, dass dies jetzt immer der Fall ist.

Vom 21.06-23.06 durfte ich wieder einmal eine grandiose Tea Masterclass mit fünf sehr interessierten und begeisterten Teilnehmern in der Juliet Rose Bar im Hilton Munich City durchführen.


https://www.julietrosebar.com/


Einige von Euch erinnern sich noch an den ersten Teil, ein großartiger Einstieg.

Für die, die bereits eine Schulung gegeben haben, ist das nichts neues, aber es ist immer eine gewisse Herausforderung, aber auch ein großer Spaß, sich auf die jeweiligen Charaktere, auf die unterschiedliche Art und Weise der Informationsaufnahme während der Masterclass einzustellen.

https://www.teamasterleroy.com/blog/juliet-rose-bar-kooperation



Das Thema der Schulung war der Unterschied zwischen den vereinzelten Grüntees aus Japan und China, dem differenzierten Herstellungsverfahren und der Verhinderung der Fermentation, also der Reaktion mit Sauerstoff, der Oxidation.


In meinen vorherigen Berichten habe ich Euch bereits mit auf die Reise einer solchen Tee-Herstellung genommen, schaut doch einfach nochmal rein


https://www.teamasterleroy.com/blog/von-der-teepflanze-in-die-teetasse-2-3


Das tolle an dem Thema Grüntee ist, dass es so viele verschiedene Gebiete und Cultivare gibt, sodass einem nie langweilig wird !!


Part 3 der vierteiligen Tea Masterclass des Jahres 2019 findet am 19.10 statt und behandelt das Thema Oolong, ein sehr breit gefächertes Thema, das vor allem die herbstlichen Nuancen anspricht.

Das etwas brotig, malzige Aroma, das übrigens super für Cold Brew genutzt werden kann !


Wo wir auch schon beim zweiten Teil des Berichts wären:


Den unterschiedlichen Möglichkeiten der Analyse nur im Grüntee Bereich.

Die Firma Matcha-Karu www.matcha-karu.com bat mich in engstem Vertrauen tolle Senchas und Gyokuros zu testen, die ich mit Euch zusammen analysieren und bewerten möchte:

Dafür reiste ich direkt nach Passau, zwei Bahnstunden von München entfernt, eine tolle Stadt, die ihren eigenen Charme hat.

Bitte versteht, dass ich keinerlei Auskunft zur Herkunft bzw. zum Firmennamen der getesteten Tees geben darf, das es sich um Firmengeheimnisse handelt.

Trotzdem werde ich die Kultivare, die Pflückzeit und den ungefähren Preisrahmen nennen, damit Ihr Euch darauf einstellen könnt.

Es ist nicht immer der teuerste Tee der Beste, aber bei einem sehr sehr günstigen Tee könnt Ihr natürlich auch keine Wunder erwarten.




Ihr denkt Euch jetzt sicher, dass diese Tees alle gleich aussehen, richtig?

Alle grün, alle dünn und nadelig.

Aber bereits bei bloßem Betrachten der Tees ist festzustellen, dass der günstige Sencha mit breiten, nadeligen Teeblätter charakterisiert werden kann.

Der günstigere Gyokuro zeichnet sich ölfaktorisch mit einer weichen, feinen Note aus.


Beim teureren Sencha erkennt man eine enorme Öligkeit, der meist mit einer nussigen, grasigen Note zusammenhängt.

Der spezielle Gyokuro zeichet sich bereits mit einer dunkleren Farbe aus, die durch das Schattenverfahren beeinflusst wird.




Das Bild oben links zeigt den ersten Sencha, der eine hellere Tassenfarbe zeigt, die durch eine nussige Note untermalt wird.

Ein weicher, aber feiner Geschmack, der solide daherkommt.


Der zweite Grüntee, der günstigere Gyokuro, zeigt eine extreme Würze mit einer cremigen Note, die mir persönlich zu intensiv ist.

Das kann natürlich eine persönliche Geschmacksintention sein, es kommt sicher auch auf die passenden Speisen an, welche dazu gereicht werden.


Der teurere Sencha charakterisiert eine eher grasig-mandelige Note, die prinzipiell ungewöhnlich ist für einen solchen Sencha, doch die gewöhnlichen Tees nach japanischer Variante zeigen immer eine hellgelb-leuchtend grüne Tassenfarbe.


Sobald ein Braunstich vorhanden ist, kann von einer Implementierung des chinesischen Prozesses ausgegangen werden.


Der teuerste Gyokuro ist ein Sensationstee und das hängt nicht mit dem Preis zusammen.

Ein sehr kostenintensiver Grüntee, der aber sehr vorsichtig behandelt werden muss.

Ich habe alle Tees dieses Tests für 1 Min in meiner Kyusu ziehen lassen, um die intensivste Geschmacksnuance herauszuholen.


Klassisch britisch aufzugießen in einer Kanne mit Teesieb ist mirpersönlich etwas zu schade, aber jeder wie er mag.

Man kann die Tees durchaus öfter aufgießen, aber bitte passt auf, denn die Gerbstoffe kommen schnell heraus.


In Kombination mit den Gerbstoffen kommt es auch zu einer verzögerten Koffeinaufnahme im Blut, da die Gerbstoffe den Transport und die Aufnahme regelrecht blockieren und verzögern.


Fazit:

Mein persönlicher Testsieger ist der teuerste Gyokuro, aber preis-leistungsmäßig ist der günstige Sencha top, der aber schneller die Intensität abgibt.

Es kommt natürlich immer auf den persönlichen Gebrauch an, aber es muss nicht immer der teure Tee sein, weil auch oft die Basistees hervorragend sind.

Falls Ihr Anregungen, Wünsche oder Fragen habt,schreibt mir einfach bei Instagram

https://instagram.com/leroy_henze/?hl=de

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte


Bis nächsten Freitag


Euer Tea Master Leroy

Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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