Tea Master Reise nach London Part II

Aktualisiert: 13. Sept 2019

Genauso wie der Blog Eintrag über London war auch meine Reise etwas gesplittet, denn am zweiten Tag zogen wir in das Hilton London Metropole an der Edgeware Road.



Ich beginne diesen zweiten Teil der London Tee-Reise mit dem Test des Tees im Hotel, obwohl nein zu Beginn möchte ich mich zunächst für das ganz starke Feedback bedanken.



Solche Reisen sind ebenfalls der Grund, weshalb mir die Arbeit als Tea Master Gold so einen Spaß macht. Es wird, egal wo man sich aufhält, nicht langweilig.

Das Hotel servierte zum Frühstück Twinings Tee,leider nur aus Beuteln, wie es bei Frühtücksbüffets öfters der Fall ist. Kurz zur Klarstellung: Teebeutel sind nicht per sé schlecht, sie sind meist ergiebiger, da das Teeblatt meist maschinell zerkleinert wird, z.B in Fannings oder gar Dust.



Warum zerkleinern ?

Das ist hierbei eine Produktionskostenminderung, je ergiebiger der Tee, desto weniger benötige ich für einen Teebeutel und wiederum weniger Tee an sich benötige ich. Aber ich habe auch schon echt sehr gute Teebeutel-Tees erlebt, dieser gehörte jetzt nicht dazu.

Ein grüner Tee, der nicht wirklich weiter deklariert wurde, ich würde schätzen, er kam aus China/Taiwan, da die Tassenfarbe relativ braun gestaltet war. Doch die extrem nussige Note wurde meinerseits leider vermisst, der Geschmack an sich grasig und dem eines Grüntees durchaus entsprechend.

Ist natürlich auch immer schwierig mit einer Thermoskanne adäquate Temperaturen zu erreichen, das Wasser bleibt aber lange warm.

Für einen Tea Master eher ein Tee, den man nicht für den feinen Genuss empfehlen würde. Um hierbei etwas positives zu sagen, kann ich feststellen, dass ich aber auch schon mal schlechtere Tees getrunken habe.

Um von der eher ernüchternden Nachricht in etwas erfreuliches überzuschwingen, kann ich sagen, dass ich den Aufenthalt in diesem Haus sehr genossen habe. Ein weiteres Highlight sollte der Besuch bei Fortnum&Mason in der Picadilly Street werden.

Ein regelrechtes Kaufhaus mit großem Namen, das 1707 von William Fortnum gegründet wurde. Mr.Fortnum bat seinen Freund Hugh Mason mit in sein Geschäft einzusteigen Ein wirkliches Haus für Luxusartikel von Tee, bis hin zu Schmuck. Das Erscheinungsbild bei Eintritt in das Kaufhaus ist der Wahnsinn ! Honig, Konfitüre, Tee und Kleidungsstücke, wohin das Auge reicht. Auf dem Basement Level befindet sich das The Gallery Bistro, in dem man ebenfalls lunchen kann.




Als Tea Master Gold ist es für mich von großer Bedeutung gewesen den Tee, den ich so schön finde, zu probieren. Das erste Mal so richtig britisches Feeling einsammeln, dachte ich mir. Ich wählte einen klassischen Sencha und einen Afternoon Blend von Fortnum&Mason.

In Großbritannen wird man stets zu seinem Platz begleitet und gebeten, sich doch bereits mit der Karte vertraut zu machen. Dieser Prozess des Vertrautmachens wurde aufgrund enormer Hektik bei den Leuten in die Länge gezogen.




Die Ziehzeiten beim Tee wurden nicht wirklich beachtet, es war leider sehr sehr voll und die Atmosphäre glich einer Bahnhofshalle. Doch der Tee war ein tolles Geschmackserlebnis. Der Sencha ein schöner nussiger , würziger Chinese.

Der Afternoon Blend eine würzige, malzige Mischung aus verschiedensten Schwarztees. Die Idylle oder Oase war das Bistro leider nicht, aber gut, wer geht in ein Bistro, um genussvoll einen Tee zu trinken. Wie ich später dann entdeckte, gibt es oben im 4.Stock einen eigenen Tea-Room, in dem ein High Tea genossen werden kann. Die Hektik war leider auch hier zugegen, das lag vielleicht an der Uhrzeit. 15:00 Uhr Afternoon Tea hat überhaupt nichts mit der deutschen Teekultur, wenn man sie denn überhaupt findet, zu tun.

Ein regelrechter Run auf die Sandwiches, Scones und Petit Fours wird jeden Tag eröffnet. Eine echt tolle Kultur, wie ich finde. Sehr traditionell und auf Beisammensein bedankt, dies wird in Deutschland, besonders in den Großstädten oft vernachlässigt. Die Begründung ist dann hier immer der Zeitmangel. Vielleicht ein kleiner Hinweis meinerseits: Nehmt Euch in dieser Hinsicht ein Beispiel an der britischen Kultur und verbringt bei einer Tasse Tee Zeit mit Euren Leuten.




Ich hoffe ich konnte Euch einen schönen, aber leider kleinen Einblick in die Teewelt und Teekultur in London geben. Die Stadt hat durchaus noch viel mehr zu bieten, aber auch hier reiche, ähnlich wie in Berlin keine 2 1/2 Tage, um alles zu entdecken. Natürlich wurde das klassische Touriprogramm drum herum verpackt :) Ein bisschen was an sportlichem Rahmenprogramm war ebenfalls dabei.


Wer da noch nähere Einblicke oder Tipps haben möchte, schreibt gerne per Instagram oder an management@teamasterleroy.com

Das wird sicher nicht die letzte Serie bei solchen Reisen gewesen sein. In den nächsten Monaten stehen tolle Städte auf dem Programm, aber noch wird nicht verraten, wo es hingeht.

Falls Ihr Anregungen, Wünsche oder Fragen habt,schreibt mir einfach bei Instagram

https://instagram.com/leroy_henze/?hl=de

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte

Euer Tea Master Leroy

Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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