Pu-Erh Tee

Ich wünsche Euch einen tollen Tag liebe Teefreunde,


ist es nicht verrückt, dass wir bereits Juni haben und einem dieses Jahr so vorkommt, als hätte es gerade erst begonnen?

Außergewöhnliche Situationen erfordern auch außergewöhnliche Leistungen und wir alle fabrizieren solche Augenblicke jeden Tag.


Der schlaue Spruch beinhaltet mutige Entscheidungen, denn wann hast Du das letzte Mal eine wirklich Mutige getroffen?

Vielleicht sogar einem von der Du zu Beginn niemals erwartet hättest, dass Du sie jemals treffen kannst?!

Solche Augenblicke sind nicht immer einfach, erfordern eine Menge Selbstbewusstsein in diesem Moment, tun auch manchmal weh, aber man wird sich immer daran zurückerinnern.

Also seid mutig!


Der heutige Beitrag ist leider noch nicht der 100., aber das ist nächste Woche endlich der Fall und das muss dann gefeiert werden.

Oftmals sind diese groß erscheinenden Ereignisse dann schneller wieder vorbei als man sich darauf gefreut hat.

Im Vorfeld mag es einige Gerüchte gegeben haben, welch grandioser Beitrag der vor dem 100. Ist?!


Es geht heute um den Pu-Erh Tee, der oftmals in Yunnan, im Süden Chinas hergestellt wird.

Das Besondere am Pu-Erh ist, dass hierbei, die aus Assam Teeblättern zusammengedrückten, in Form gepressten Blätter über Jahrzehnte hinweg aufbewahrt werden und reifen.


Pu-Erh war damals übrigens hervorragend für lange Reisen, da der zu Ziegeln gepresste Tee länger haltbar und gut zu transportieren war.

Oftmals wurde der Tee auch gegen etwas anderes getauscht, das war damals so,

Früher war dieser Tee sogar arzneimittelpflichtig, da diese Teeart einen hohen Gehalt an Ochratoxin A(also eine Anzahl an Giften) aufwies.


Ein schlechter Fermentierungsprozess wurde daraus geschlussfolgert, jedoch legte sich der Verdacht schnell als falsch dar, doch weiterhin ist es so, dass nicht jedem dieser Tee, aufgrund seiner sehr erdigen und würzigen Note schmeckt und bekommt.

Auch aufgrund dessen ist es bei diesem Tee von immenser Bedeutung, dass der erste Aufguss vergossen wird und der Tee „gewaschen“ wird.

Weiterhin ist es so, dass der Genuss von Pu-Erh Tee nicht ganz unumstritten und mit Vorsicht zu genießen ist, doch auch hier reagiert jeder Körper anders.



Das Pu-Erh Thema ist sehr komplex und deshalb breit gefächert, aber hervorragend für einen kompletten Blogbeitrag mit vollem Content, den es in gepresster Form schon länger nicht mehr hier gab.

Pu-Erh kann verschieden angebaut werden, zum einen an Plantagenbüschen, verwilderte Büsche oder gar auf Wildbäumen.

Die wild gewachsenen Teebäume genießen tatsächlich den „besten“ Ruf, jedoch kann man das nicht immer pauschalisieren.


Die Herstellungsprozesse, die Unterschiede der jeweiligen Teesorten kennt ihr bereits, den Unterschied zwischen grünem und schwarzem Tee muss ich Euch nicht weiter erläutern.

Der Pu-Erh wird klassisch nach zwei Verfahren hergestellt, doch bei beiden ist grüner Rohtee die Basis, also durch welken, dämpfen und rollen hergestellt.

Zum einen gibt es den rohen Pu-Erh, auch Sheng Pu-Erh genannt, bei dem der rohe Tee zu altem, reifen, rohen Tee weiterreift.


Das faszinierende daran ist, dass dies sehr lange dauern kann.

Wie oben bereits angeschnitten, war das eine Methode, um den Tee haltbar zu machen.

Sehr clever, oder?


Im Gegensatz dazu gibt es, natürlich für die Industrie einfachere und schnellere Methoden, da der Rohtee durch eine kontrollierte Fermentierung läuft, bevor er dann gepresst wird.

Komme ich nun zu dem Fermentierungsprozess, da dieser meiner Meinung nach sehr interessant ist.

Der Basistee wird mit Wasser befeuchtet, dann mit einer Plane bedeckt.

Hört sich genauso an wie beim Schattentee, oder?

Tja, da muss ich Euch enttäuschen, denn hier reift der Tee durch Schimmelpilze, Hefen in einem Fermentierungsprozess.



Natürlich spielt hier die Temperatur und Feuchtigkeit eine essenzielle Rolle, doch der Vorgang dauert 40-50 Tage.

Jetzt gibt es noch zwei wichtige Themen, die ich anschneiden muss:

1. Pressformen

2. Anbaugebiete

1. Es gibt ziemlich viele verschiedene Pressformen, natürlich ist es so, dass Menschen, die bereits öfter im asiatischen Raum unterwegs sind, kennen diese wahrscheinlich

Zu Beginn haben wir den Bingcha, den Kuchen-oder Scheibentee, der zwischen 100g und 5kg wiegt.

Traditionell werden 7 bing zu einem Gebinde zusammengepackt.

Bing heißt zu deutsch auch Kuchen oder Scheibe.

Die zweite Pressform ist der Tuocha, der Knauftee, der zwischen 3g und 3kg wiegt.

Der Ziegeltee, der Zhuancha ist ein eher rechteckiger Block, der zwischen 100g und 1kg schwer ist.

Der Quader ist etwas flacher und wird als Fangcha bezeichnet. Wie schon angesprochen hat der Pu-Erh etwas mit Pilzen zu tun und die nächste Pressform, der Jincha wiegt zwischen 250 und 300g.

Kommen wir zur vorletzten Pressform, der Drachenperle, Longhzu, die perfekt für eine Einzelportion von 5-10g ist.

Zum Abschluss haben wir den Jingua, die Melone oder Goldmelone.


2.Die Anbaugebiete sind tatsächlich ziemlich gut geordnet, denn hier liste ich Euch das Anbaugebiert der Sechs Großen Teeberge auf

1.Gedeng Shan

2.Yivu Shan

3.Manghzi Shan

4.Manzhuan Shan

5.Yibang Shan

6.Youle Shan

Natürlich wirkt ein solches Thema immer etwas trocken, doch hier ist es manchmal wichtig, sich Wissen anzueignen.

Der nächste Blogpost ist etwas Besonders, also seid gespannt!

Liebe Teefreunde, nutzt das heute erlangte Wissen rund um den Pu-Erh und freut Euch wieder über praxisbezogene Themen.


Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen

https://www.instagram.com/leroyhenze/

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com und freut Euch weiterhin auf Projekte.


Bis nächsten Freitag


Tea Master Leroy


Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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