My Mamecha

Liebe Teefreunde,

ich hoffe Ihr hattet eine erfolgreiche Woche und konntet kleine oder größere Erfolge setzen.

Bei diesem Stichwort bin ich schon bei meinem schlauen Spruch: "Bitte feiert Eure Etappenerfolge !

Setzt Euch kleine Ziele und feiert diese erreichten Ziele dann auch, jeder kleine Schritt zum ganz großen Ziel ist ein Erfolg."


Im folgenden Beitrag möchte ich meinen wunderbaren Besuch im japanischen Grünteecafé "mamecha" in Berlin mit Euch teilen.

Dieser Artikel ist schon längst überfällig, aber heute wird er endlich online gestellt :)


Ich glaube es muss nicht immer alles sofort passieren, denn oft wird etwas, was viel Zeit benötigt,gut!

Nicht alles, aber der größte Part.

Denkt daran, kleine Fehler zu machen ist kein Problem, aus diesen lernt man.. Ebenfalls ein großer Wunsch von Euch war es, dass ich kleine, essenzielle Fragen in Bezug auf Tee kläre.


Mamecha ist ein reines Café für japanische Grüntee-Liebhaber, denn es befindet sich im Herzen der Stadt, nahe dem Berliner Alexanderplatz in der Mulackstraße 33 und bietet eine Wohlfühloase in dem oft stressig-wirkenden Alltag der Hauptstadt.

Was ist der Unterschied zwischen Grün-und Schwarztee?

Der grobe Unterschied liegt bei der Fermentation, einer Oxidation, also der Reaktion des Teeblattes mit Sauerstoff. Sämtliche Tees werden aus zwei Teepflanzen generiert, der camellia sinensis(asiatischer Raum) und der camellia assamica (indischer Raum).


Der chinesische Teestrauch gedeiht besonders gut in subtropischem Monsunklima mit feuchten, heißen Sommern und relativ trockenen, kühlen Winter. Er verträgt sogar Frost und Höhenlagen von bis zu 2.500 Metern.

Der China-Teestrauch wird schon seit Tausenden von Jahren kultiviert, und durch Kreuzung kam es zu einer Vielfalt von ca. 5.000 verschiedenen Sorten.

Würde man den Assam Teestrauch nicht kultivieren, das heißt beschneiden, wüchse er zu einer stattlichen Pflanze von bis zu 20 Metern Höhe heran.

Nach dem Pflücken des Teeblattes wird gewelkt, das heißt das als "two leaves one bud" gepflückte Blatt verliert zunächst 60% der Feuchtigkeit.

Das wird gemacht, damit man das Teeblatt einfacher verarbeiten kann, bevor es zum zweiten Schritt, dem Rollen kommt.

Dabei werden die Zellwände aufgebrochen, Zellsaft tritt aus und nun würde es zu einer Reaktion mit Sauerstoff kommen...

Man stelle sich einen Apfel vor, der aufgeschnitten wird und nach einiger Zeit braun wird, das ist die Fermentation.

Bei einem Grüntee wird eine solche Fermentation unterbunden und im chinesischen Raum mit einer wokähnlichen Pfanne und Hitze verhindert. Das Teeblatt wird in einer solcher Pfanne am Rand hochgedrückt, sodass die Enzyme inaktiviert werden und die Fermentation stoppt.

Die japanischen Grüntees werden mit Dampf behandelt, der Vorgang ist schonender. In der Tassenfarbe sind japanische Tees meist hellgelb leuchtend, die chinesichen Tees weisen einen leichten Braunton auf, der durch das "Rösten" in der Wokpfanne hervorgerufen wird.

Welche Grünteesorten kann ich im mamecha Café trinken?

Im mamecha Café gibt es die verschiedensten Grüntees zu probieren, von einem Sencha, über Kukicha, bis hin zu einem seltenen Fukamushicha. Schaut gerne einfach in das Menü im folgenden Link, es werden die meisten Tees gelistet. https://www.mamecha.com/menu/


Ich als Tea Master Gold habe einen hervorragenden Fukamushicha und einen Hojicha verkostet. In diesem Café werden einem die "Kyusu's" mit dem jeweiligen Grüntee auf einem kleinen Tablett serviert.

Was ist eine Kyusu? Kyūsu ist eine traditionelle Teekanne, die aus Japan stammt, die dort auch überwiegend zum Aufbrühen von grünem Tee verwendet wird. Die sehr kurze Ziehzeit spielt dem grünen Tee in die Karten und wird eine bis zwei Minuten geschmacklich aufgebaut in

der Kyusu. Mithilfe des innenliegenden Siebes kann der Tee lose eingegeben werden. Das heiße Wasser wird nach dem kurzen Ziehen direkt in die Tassen gekippt und erst bei Bedarf wieder neu aufgefüllt.


Im Mamecha kann heißes Wasser immer nachgegossen werden, sodass ich knapp vier Aufgüsse zelebrieren konnte.

Was sind das für Tees, die Du probiert hast?

Der Hojicha, ein gerösteter Grüntee, ist ein leicht rauchig schmeckender Tee, der feine Nussnoten aufweist. Der Fukamushicha ist ein tief gedämpfter Tee, er wird gewöhnlich länger mit Dampf bearbeitet und genießt deshalb eine Frische im Geschmack.


Das mamecha Café bietet selbstverständlich auch passende japanische Speisen zu den Grüntees an, diese habe ich aber nicht probiert, werde es aber für Euch beim nächsten Besuch, der definitiv kommt, tun und ein kleines Update auf diesem Blog präsentieren. Zum Abschluss eine kleine japanische Weisheit meinerseits: Findet Ihr ein Teeblatt in Eurer Teetasse, bringt dies für die nächste Zeit Glück im Leben.

Na dann..


Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen. https://www.instagram.com/leroyhenze/ oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag Tea Master Leroy

Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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