London Tea Tasting

Aktualisiert: 5. Sept 2019

Grüßt Euch liebe Teefreunde, der Titel des heutigen Beitrags lässt eigentlich wieder eine Reise vermuten, doch dieses Mal geht es um ein kleines Tasting einiger Tees von London Tea.


https://www.teamasterleroy.com/post/zu-gast-bei-freunden-im-les-trois-rois-in-basel


London Tea sitzt unweit vom Zentrum in Basel entfernt und verfügt über eine sehr große Auswahl an Tees, von denen Ich einige verkosten durfte.


In diesem kleinen Tasting möchte Ich Euch einen japanischen Sencha, einen Pai Mu Tan, einen CTC Assam und einen Rooibos vorstellen.

Vier verschiedene Tees, die alle Ihre Besonderheit haben, alle in einer Form mit Eleganz und Aroma ausgestattet sind, doch wie diese am Ende in der Tasse schmecken, bleibt abzuwarten.



Zunächst starte ich mit dem weißen Tee, einem nur zufällig fermentierten Tee, der kontrolliert in der Sonne getrocknet wird und somit ein bezauberndes Aroma annimmt.

Weiße Tees sind immer sehr edel und die am wenigsten verarbeiteten Tees.

Kommen wir zu diesem Tee von London Tea, einem Pai Mu Tan, aus dem Fujian-Gebiet stammend.

Sehr hell in der Tasse mit feinem, herbem und blumigem Aroma


Dieser weiße Tee passt übrigens hervorragend zu leichten,frischen Speisen wie Obst,Fisch oder auch einem sommerlichen Salat.

Ein sehr genussvolles Aroma mit fruchtigen Parts...



Weiter geht es direkt mit dem japanischen Sencha, denn der Übergang hierbei ist sehr schön, ein nussiges, grasiges und vollmundiges Aroma sticht hervor.

Der Unterschied zu einem chinesischen Sencha (übersetzt: gewöhnlicher Tee) ist die doch sehr schöne grasige Nuance, die im Vordergrund zu erkennen ist.


Chinesische Senchas sind eher nussig auf den ersten Blick, da diese, um die Fermentation zu verhindern, in Wokpfannen leicht angeröstet werden.

Hierbei werden die Enzyme inaktiviert und der Fermentationsprozess kann nicht fortgesetzt werden.


https://www.teamasterleroy.com/post/sencha-ein-besonders-gew%C3%B6hnlicher-gr%C3%BCntee-teil-2-2


Dieser hier ist aber mit Dampf bearbeitet, sodass die Enzyme schonender inaktiviert werden und ein grasiger, aber trotzdem frisches Aroma hervorrufen.

Dieser Sencha stammt aus dem Fuji-Distrikt.



Fuji ist eine Großstadt in der Präfektur Shizuoka in Japan am Fuße des gleichnamigen Berges.

Ein wirklich toller Sencha, der mich als Grüntee-Liebhaber und Tea Master sehr glücklich macht.

Zu schönen leichten, aber doch intensiven Speisen wie einem Salat mit Lachsstreifen oder leichten Vollkorn-Sandwiches passt dieser Tee hervorragend.


Weiter geht es mit einem echten CTC Assam.

Bitte nicht erschrecken, CTC bedeutet Crushing-Tearing-Curling und beschreibt die mehr oder weniger Pflückmethode, die maschinelle Ernte beim Tee.

Zunächst könnte man von einem minimal schlechteren Tee ausgehen, das muss aber nicht zwingend der Fall sein.

Oft sind diese Tees schön ergiebig und bieten beispielsweise eine tolle Grundlage für den Tag.

Dieser Assam hat eine wundervolle malzige Note und lädt zum Genuss ein.


Natürlich muss ich auch als Tea Master etwas kritisch sein, denn nicht jeder mag diese sehr kräftigen Tees, ein Einsteiger-Tee ist das sicher nicht und meist werden die feinen Aromen von geschulten Gaumen herausgeschmeckt.



Solche Assam Tee weisen oft sehr brotige und malzige Noten auf, die nicht zu jeder Speise passen. Eine leichte Gemüseplatte mit Humus würde ich dazu eher seltener empfehlen, aber zu deftig muss es nicht mal sein.


Hierfür eignet sich ausgezeichnet eine Variante der Brotzeit, die leichte und kräftige Komponenten vereint.

Die Ziehzeit würde ich hier mit 2 1/2 Minuten bei 90 Grad aufgebrüht empfehlen, aber probiert es selbst aus.



Wie auch in einigen anderen Berichten erwähnt, gibt es kein Richtig und Falsch, jeder sollte seinen Tee so genießen, wie er möchte!!


Zu guter Letzt möchte ich Euch etwas koffeinfreies vorstellen, das auch bei Tea Mastern sehr große Begeisterung hervorruft.

Ein Rooibos-Tee, der extrem schöne, vanillige Noten mitbringt und super zur weihnachtlichen Saison passt.

Doch nicht nur zur Weihnachtszeit, nein auch bei leichten, mit nicht ganz so viel Zucker versetzten Süßspeisen, wie man es von mir gewohnt ist, einfach ein Dauerbrenner.

Die Ziehzeit würde ich hier mit vier Minuten ansetzen, denn so kitzel ich die vanillige Nuance heraus.


Es kommt natürlich ganz drauf an, ob Ihr den südafrikanischen Touch spüren möchtet und die vanillige Nuance haben wollt :)

Rooibos ist gar nicht mal so einfach zu bekommen, denn in Südafrika herrscht in den letzten Jahren immer eine echte Dürre, aufgrund dessen ist es nicht einfach die Blätter des Rotbuschs zu ernten.


Dieser Busch benötigt extrem viel Wasser und kann nur so wachsen.

Der Honeybusch ähnelt dem Rotbusch sehr, ist aber für meinen Begriff noch etwas süßer in der Tasse.


Dieser Rooibos gewinnt eine schöne Balance in der Tasse, die wichtig ist, um diesen Tee Wert zu schätzen und zu genießen.


Alles in allem vier ganz unterschiedliche, aber auf Ihre Art und Weise besondere Tees...


Falls Ihr noch Ideen oder Wünsche habt, über was Ihr einen Bericht lesen möchtet, ob es ein Restaurant, ein Teeladen, oder ein Anbaugebiet ist, bitte lasst es mich wissen, denn nur so kann ich die Blogbeiträge mehr in die Richtung eurer Wünsche bringen.

https://www.instagram.com/leroyhenze/

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag

Euer Tea Master Leroy





Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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