Japanische Tea-Master Tea-Time

Aktualisiert: 18. Sept 2019

Wie Ihr aus den letzten Blogbeiträgen bereits wisst, bin ich als Tea Master Gold dennoch ein größerer Grün-als Schwarzteeliebhaber.



Überall im Leben ist eine Spezialisierung oder Orientierung von Vorteil und so habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mehr über Grüntee herauszufinden.


In Berlin war der Hype um Matcha, dem Schattentee, den ich Euch bereits des Öfteren vorgestellt habe, enorm groß.


Doch auch hier ist es von essenzieller Bedeutung zwischen gespielter und wahrhaftiger Kompetenz zu unterscheiden.

Leider gibt es auf dem Teemarkt immer wieder schwarze Schafe, da sich einige nicht mit dem Thema auskennen, beschäftigen, oder auseinandersetzen wollen.

Klassisch nach dem Motto: „Ich trinke immer meinen Darjeeling-Tee“.

Komme ich nun zu meinem heutigen Thema, das wieder einmal ein Leser-Themenvorschlag ist, obwohl Ihr nicht denken sollt, dass mir keine Themen mehr einfallen, aber ich richte mich da nach Euch.


Schickt mir gerne immer Vorschläge und Themen, die Euch brennend interessieren und was Ihr über Tee wissen wollt.

Heute geht es um einen faszinierenden Staat im ostasiatischen Pazifik, der eine wichtige Rolle beim Thema Tee spielt.


Japan wird zu den dichter besiedelten Ländern Asiens gezählt und liegt mit ca. 126 Millionen Einwohnern auf Platz elf der bevölkerungsreichsten Länder der Erde.



Der Landesname setzt sich aus den Wörtern ni für Tag, Sonne hon für Ursprung, Wurzel, Beginn zusammen.

Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt.


Die Hauptinseln sind Hokkaido im Norden, die zentrale und größte Insel Honshu sowie daran nach Süden anschließend die Inseln Shikoku und Kyushu.


Da dies kein geschichtlicher Blog sein soll und sein wird, werde ich mich hierbei um nichts weiter als die japanische Teekultur kümmern.


Die japanische Teezeremonie (jap.cha-no-yu, dt. heißes Wasser für Tee), auch bekannt als Teeritual, steht in ihrer zugrundeliegenden Philosophie dem Zen nahe.


Es ist eine in ihrem Ablauf bestimmten Regeln folgende Zusammenkunft, bei der ein oder mehrere Gäste von einem Gastgeber Tee und leichte Speisen gereicht bekommen.

Die Ausbildung zum Teemeister oder Tea Master ist mit der in Deutschland nicht zu vergleichen, ein Teemeister in Japan ist etwas sehr heiliges und bestimmt den Ablauf der Zeremonie.



Um dem Gast die Möglichkeit zur inneren Einkehr zu bieten, findet die Zusammenkunft in einem bewusst schlicht eingerichteten Teehaus statt.


Wie beim Matcha bereits teilweise vorgestellt, gibt es für jedes Utensil, das benutzt wird, einen tieferen Sinn, wie zum Beispiel das Fukusa, ein Tuch, mit dem die Teeschale, aus der alle trinken, gereinigt wird.


Im bildlichen Sinne steht lila für Reinheit und Ruhe, rot für Temperament und Feuer.

Ähnlich wie beim chinesischen Ying und Yang kehrt man die Bedeutungen etwas um, und es ergibt sich eine Symbiose, sodass der Mann das lila Fukusa bekommt und die Frau das Rote.

Eine explizite und detaillierte Beschreibung und Erklärung einer solchen Teezeremonie würde den Rahmen des Blogs sprengen, deshalb möchte ich Euch drei ganz besondere japanische Tees vorstellen.

Zunächst beginne ich mit einem „Kabusecha“(abgedeckter Tee) , der zur Kategorie der Halbschattentees gehört, da dieser während der Reifezeit halbseitig mit Bambusmatten überlegt wird.


Der Prozess ist im Prinzip der gleiche wie beim Gyokuro, sodass der Pflanze Licht und Sauerstoff halbseitig entzogen wird, woraufhin kein Chlorophyll gebildet werden kann.

Nur mithilfe einer verlängerten Reifezeit ist das möglich.


Eine Beschattung der Teepflanze zur Qualitätsverbesserung hat in Japan Tradition. In der Region Kagoshima im Süden Japans mit dem aktiven Vulkan Sakurajima werden die Teesträucher durch spezielle Anbaulagen mit zweckdienlichen Netzen zur Abschattung bedeckt (jap. kabuseru).


Die Wassertemperatur sollte 70 Grad Celsius beim Kabusecha nicht überschreiten, da sonst die feinen Aromen zerstört werden.

Der zweite Tee ist der „Kamairicha“, der in der Pfanne angebraten wird.

Ja, kein Witz, dies erzeugt und verstärkt das Röstaroma in den Blättern.

Sehr lecker, eine solch nussige Note…


Der Tee kommt aus Kyushu und wird in 350-450 Grad heißen Pfannen nussig geröstet.

Zu guter Letzt möchte ich etwas ganz Besonderes präsentieren, denn Tamaryokucha, wortwörtlich auch Edelstein übersetzt, ist ein besonders beeriger Grüntee, der ebenfalls eine schöne florale Nuance mit sich bringt.

Qualitativ hochwertiger Tamaryokucha wird auf der südlichsten Insel Japans, in Kyushu angebaut. Besonders die Region Ureshino führt erfolgreiche Teeplantagen.



Es handelt sich um eine kleine Jahresproduktion, was den Tee zu einer Spezialität macht.

Der Tee wird bei 80 Grad Celsius aufgegossen und nur 1 Minute ziehen gelassen, er hat somit ein besonders frisches Aroma.


Falls Ihr Anregungen, Wünsche oder Fragen habt,schreibt mir einfach bei Instagram

https://instagram.com/leroy_henze/?hl=de

oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag

Euer Tea Master Leroy

Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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