It's çay-day again ?

Aktualisiert: 13. Sept 2019

In den bisherigen Tee-Blogbeiträgen ging es immer um indische Tees, asiatische Tees oder afrikanische Tees.

Dieses Mal möchte Ich Euch ein anderes, sehr spannendes Gebiet vorstellen.


Vielleicht habe ich Euch bereits näher gebracht, dass der Wortstamm des Wortes "Tee" oder "çay" immer davon abhängt, ob der Tee per Seeweg oder per Landweg erreicht hat.

Wie meine ich das ?


In Frankreich, England oder Deutschland nennt man das Heißgetränk Tee/Thé oder Tea, im asiatischen Raum cha oder im türkischen çay:

In den Gebieten mit çay als Wortstamm erreichte das Heißgetränk/Teepflanze das Land per Landweg, bei uns per Seeweg.


Meist wird in Asien, Indien, oder auch der Türkei Tee selbst angebaut.


Komme ich zum heutigen Thema; es geht um ein tolles türkisches Café am Kleistpark.


Das Café habe ich zum Frühstück ausprobiert, um zu testen, inwiefern der klassiche Çay zu den Speisen passt.

Der klassische türkische Çay wird an der östlichen Schwarzmeerküste, die ein mildes Klima mit hohem Niederschlag und einen fruchtbaren Boden hat, produziert.


Türkischer Tee wird in der Regel unter Verwendung von zwei übereinander gestapelten Kesseln, genannt Caydanlik, vorbereitet, der speziell für die Teezubereitung entwickelt wurde.

Wasser wird in dem unteren größeren Kessel zum Kochen gebracht und oben der kleinere Kessel mit mehreren Löffeln Teeblätter gefüllt, dann wird ein Teil des Wassers benutzt, um den Tee aufzugießen und ziehen zu lassen, um einen sehr starken Tee aufzubereiten.


Der Tee wird mit Würfelzucker aus kleinen Gläsern getrunken, um ihn heiß zu genießen und zusätzlich um seine Farbe zu zeigen.

Diese Art des Teegenusses gefällt einem Tea Master natürlich ganz besonders, denn es gibt in der heutigen Zeit leider sehr wenig Teekultur, die in der schnelllebigen Zeit genossen wird.


Im Café Peri habe ich Menemen mit Brötchen und Frischkäse bestellt, da dies eine türkische Spezialität aus Ei und Tomaten ist, die hervorragend zum Tee passt.


Der Preis ist echt fair und die Qualität gut, der Service fix und herzlich.


Der Tee gleicht einem starken Ceylon, hat einen tollen Rotstich in der Tasse und eine malzige Note, die gut schmeckt.

Um das mit dem Rotstich noch einmal zu erklären, ist es so, dass das Ceylon(Sri Lanka) früher ein Kaffeeanbaugebiet war.


Doch aufgrund eines Rostpilzes, der die Hänge befiel, konnte kein Kaffee mehr angebaut werden.

James Taylor und Thomas Lipton machten es sich dann zur Aufgabe, Tee anzubauen.

Der eine war eher der Tee-Experte, der andere eher der "Macher".

Das passte super !


Der Pilz ist aber weiterhin in den Hängen, für den Tee aber nicht schädlich.


Bitte versteht mich nicht falsch, der türkische Çay ist nicht zwingend aus dem Ceylon Gebiet, zumindest nicht immer !

Manchmal sind es natürlich Blends, also Verschnitte, aber die meisten türkischen Tees werden auch in der Türkei, wie oben gesehen, angebaut.


Ein sehr positiver Effekt bei der türkischen Teekultur ist der enorm starke Zusammenhalt, der auch die Stärke des Teetrinkens manifestiert.

Einfach toll!

Danke dafür, dass es immer noch Leute gibt, die dieses Gefühl leben.


Falls Ihr Anregungen, Wünsche oder Fragen habt,schreibt mir einfach bei Instagram

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oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag


Euer Tea Master Leroy



Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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