Grüntee-Besuch im Chen Che in Berlin

Aktualisiert: 19. Sept 2019


Es sieht von außen bereits sehr idyllisch und nett aus, doch von innen, ist es nochmal anders.


Die Rede ist vom Chen Che in Berlin, einem sehr hell eingerichteten, traditionellem Teehaus mit guten Speisen und Gerichten.


Im Folgenden möchte Ich über meinen Besuch in diesem Laden berichten und zeigen, dass die asiatische Küche in Berlin oft vielfältiger und inspirierender sein kann, als man denkt.


http://www.chenche-berlin.de/html/

Als Tea Master gehört es meiner Meinung nach dazu, neue Restaurants, Teehäuser und Läden zu entdecken.

Das Chen Che ist ein vietnamesisches Restaurant, das übersetzt soviel wie "volle Schale mit Köstlichkeiten"heißt (siehe Internetseite).


Zunächst schaue ich auf den angebotenen Tee, der hier mit verschiedensten Aufgusstechniken eine große Reichweite von grünem bis schwarzem Tee charakterisiert.


Ich habe mich für einen Jasmintee entschieden, der traditionell und klassisch ein Grüntee mit Jasminblütenaroma ist.

Der erste Eindruck des Tees im Chen Che ist extrem gut, denn der Tee wird frisch(!) in der Schale aufgebrüht und beginnt dann erst richtig sein vollstes Aroma zu entfalten.


Passend zum Jasmintee habe ich mich für die Sommerrollen als Vorspeise entschieden, die mit einer frischen, aber leicht würzigen Note hervorragend dazu passen....


Ein schönes weiteres Aroma gibt die Erdnusssauce, die selbst hergestellt wurde(auf Nachfrage erfahren).

Eine elegante Vorspeise, die super zum Grüntee passt, da diese oft eine nussige Nuance aufweisen.


Das Chen Che ist übrigens auch ein schöner Ort für Veganer, also auf Tierprodukte verzichtende Personen.

Vegane Alternativen und sogar ganze Gerichte werden gereicht.


Bis 15:00 Uhr gibt es ein unschlagbares Tagesangebot, welches eine Hauptspeise zu einem günstigen Preis implementiert.

Mein Hauptgericht bestand aus gebratenem Tofu, Sellerie, Gewürzen, Chilli und Glasnudeln.

Sehr sehr lecker und übrigens auch vegan....

Für alle, die mit Tofu nicht viel anfangen können, hier noch einmal eine kurze Erklärung:


Tofu wird aus zu Sojamilch verarbeiteten weißen Sojabohnen hergestellt.

Aus einer Denaturierung, also einer Veränderung der Struktur und Form von Proteinen(Eiweißen),entsteht ein sogenannter Sojaquark, der entwässert wird.


Danach wird dieser in Blöcke gepresst und ähnlich wie bei der Käseherstellung produziert.



Zurück zum Tee:

Bereits vor mehreren tausend Jahren waren Jasminblüten eine sehr beliebte Variante Grüntee etwas interessanter zu machen.

Natürlich hängt die Qualität auch immer vom Basisprodukt, also vom Grüntee selbst ab.


Momentan muss man es einfach so sagen, dass ein Verzehr von minderwertigerem Jasmintee schwierig ist, denn aufgrund gewisser Lieferprobleme, "Verseuchungen" und schlecht behandelteten Jasminblüten, kann es dazu kommen, dass der Tee sehr weit von einem Genussprodukt entfernt ist.


Viele der Teelieferanten mit denen ich sprechen konnte, klagen über einen enormen Preisanstieg, dem vor allem kleine Firmen oft nicht standhalten können.

Ähnlich gestaltet sich die Situation im Darjeeling-Gebiet.


Die guten Qualitäten werden immer teurer, die niedrigen Preise sucht man vergeblich...


Alles in allem war ich mit dem Chen Che sehr zufrieden, ein tolles Restaurant mit vielen Möglichkeiten für ein entspanntes Essen in Begleitung eines tollen Tees...

In der Zwischenzeit könnt Ihr News, Projekte, etc. auf meinem Instagram-Account verfolgen und Euch dann auf den nächsten Freitag freuen.

https://instagram.com/leroyhenze/?hl=de


Bis dahin

Tea Master

Leroy



Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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