Der "echte" Ostfriesen-Tee

Aktualisiert: 18. Sept 2019

Wieder ist eine rasante Woche vergangen und der Freitag steht vor der Tür.

Nach dem Osterwochenende hat sich wieder alles normalisiert und in diesem Beitrag soll es um einen besonderen Tee gehen.




Es haben mir wieder einige von Euch Themenvorschläge geschcikt, vielen Dank dafür.

Das lange Osterwochenende, das bei vielen langes Reisen oder Familie in verschiedenen Gebieten bedeutet, hat mich dann auch inspiriert eine sogenannte Tee-Reise vorzunehmen.


Der Wunsch war es, vom Ostfriesentee zu berichten und dieser Wunsch soll mir ein sehr großes Vergnügen sein!

Der Ostfriesentee ist eine spezielle, kräftige Teemischung aus Ostfriesland; sie besteht aus bis zu zehn Schwarzteesorten, vor allem aus Assamtee.



Das Assam-Gebiet kennt Ihr bereits aus den vorherigen Berichten, am Rande des Brahmaputras, einem Fluss in Indien, an dessen Hängen der malzige Tee auf 300-800m Höhe angebaut wird.


Die Bezeichnung „Ostfriesentee“ ist nicht geschützt, sodass auch viele Teehäuser außerhalb Ostfrieslands Schwarzteemischungen unter diesem Namen oder als „ostfriesische Mischung“ anbieten.


Wo liegt Ostfriesland eigentlich?


Ostfriesland liegt an der Küste der Nordsee und umfasst neben dem Festland auch die Ostfriesischen Inseln Borkum,Juist,Norderney,Batrum, Langeoog und Spiekeroog.


Im Nordwesten Deutschlands tummeln sich also die Teetrinker, bei 300 Litern pro Kopf und Jahr ist der Verbrauch etwa elfmal höher als im restlichen Deutschland.

Auch im Norden Deutschlands, z.B in Hamburg ist der Teegenuss definitiv ein anderer, als der im Süden.


Die Teekultur reicht ins 17.Jhd zurück,denn schon Anfang (um 1610) erreichte die niederländische Ostindien Kompanie den Status des Teezulieferers.

Problematisch an der Sache war nur, dass Bier eigentlich das Hauptgetränk war und Tee aufgrund der exorbitant hohen Importkosten unterdrückt werden sollte.

Die Teesteuer stieg auf 119%, um es nur den Adligen oder Reichen zu ermöglichen, Tee zu trinken.


Das gefiel dem „normalen“ Volk natürlich nicht und 1773 kam es zur bekannten Boston Tea Party, bei der eine große Menge Tee in den Hafen von Boston geschüttet wurde, um zu signalisieren, dass dies schleunigst geändert werden muss.

11 Jahre später, änderte sich die Steuer wieder und der Teekonsum stieg, dem zufolge auch in Ostfriesland.



Die Ostfriesen genießen ihren Tee , der eine sehr malzige, kräftige Nuance mit wuchtigen Komponenten aufweist am liebsten mit Kluntje und Wülkje.

Also mit Sahne und Kandiszucker, um den Tee süßer und geschmeidiger zu halten.

Dies ist auch oft notwendig, da der klassische Assam-Mix sehr sehr kräftig ist.

Eine alte Legende besagt, dass der Tee nach dem Hinzufügen des Kandis und der Sahne(am Rand der Tasse entlang) nicht umgerührt werden darf, ansonsten erleidet der Mann Schiffsbruch.


Also liebe Leute genießt auch einfach mal den Ostfriesentee und habt einen tollen Start in die Woche.


Falls Ihr Anregungen, Wünsche oder Fragen habt,schreibt mir einfach bei Instagram

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oder schickt mir eine Mail an management@teamasterleroy.com

und freut Euch weiterhin auf tolle Projekte.


Bis nächsten Freitag


Euer Tea Master Leroy

Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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