Das teeähnliche Erzeugnis Rooibos

Aktualisiert: 28. Sept 2019


"Welkom" zu meinem neuen Tea Master Blogbeitrag...


In den letzten Serien, Reihen und Berichten ging es zum Großteil um die klassischen Teeanbaugebiete, wie Assam, Darjeeling, oder Ceylon.


Gerne könnt Ihr Euch noch einmal einen kleinen Eindruck von der Teeplantage aus Sri Lanka holen.


https://www.teamasterleroy.com/blog/zwischen-zeitung-und-ceylon




Der Inhalt des neuesten Beitrages, den ich Euch hier präsentiere, wird bereits im ersten Wort angedeutet.


"Welkom" ist Afrikaans, die Sprache, die überwiegend in Südafrika gesprochen wird.

Übersetzt heißt es, auch sehr stark dem Niederländischen ähnelnd, herzlich willkommen.


Warum diese Sprache dem Niederländischen so stark ähnelt und was es spannendes aus Südafrika zu berichten gibt, dazu jetzt mehr.


Südafrika liegt, wie der Name bereits sagt, im südlichen Part Afrikas und hat sogar drei Hauptstädte.

Die Regierung sitzt in Pretoria, das Parlament in Kapstadt und das Berufungsgericht in Bloemfontein.


Der weit verbreitete Rooibos (zu deutsch: Rotbusch) Tee, um den es in diesem Bericht gehen wird, stammt aus Südafrika und ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden.


Genau genommen ist Rooibos kein Tee, denn er enthält kein Teein wie Grün-oder Schwarztee und zählt damit nur zu teeähnlichen Erzeugnissen oder "Infusions" wie man im Englischen sagen würde.


Früchte- und Kräutertees zählen auch zu solchen Infusions und enthalten keinerlei Koffein, die sie für Kinder und Schwangere interessant machen.


Des Weiteren haben sie einen sensationellen Ruf in der Heilkunde, da eine entspannende Wirkung auftritt und beruhigende Eigenschaften aufgewiesen werden.



Der Rotbusch-Baum (Bild unten) kann bis zu zwei Meter hoch werden und wird ausschließlich in Südafrika angebaut.

Das Gebiet für Rooibos liegt rund 200m nördlich von Kapstadt.


Sehr feine, nadelige, weiche Blätter, die eine schöne grüne Farbe aufweisen, werden hierfür exklusiv verwendet.


Erst nach ca.17-18 Monaten können die ersten Blätter geerntet werden, wo hingegen der Busch von Juli bis Oktober reifen muss.


https://www.palaisdesthes.com/de/verstehen/rooibos


Nach der Ernte wird er in ca. 4 mm kurze Stücke geschnitten und dann fermentiert.

Wenn Ihr Euch erneut mit der Fermentation vertraut machen möchtet, könnt Ihr das im folgenden Link tun.


https://www.teamasterleroy.com/blog/von-der-teepflanze-in-die-teetasse-2-3



Wie kam es zur Verbindung zwischen Südafrika und den Niederlanden?

Am 6. April 1652 errichtete der Niederländer Jap van Riebeeck im Auftrag der Niederländischen Ostindien Company am Kap der Guten Hoffnung eine Versorgungsstation.

Bekanntermaßen ist Südafrika eine hervorragende Verbindungsstelle zwischen Eruopa und Südostasien, weshalb man sich für die Standort entschied.


Im 17. und 18.Jahrhundert war dieser Standort dann in Händen der Niederländer, weshalb sich die Siedler zu Beginn an der westlichen Region orientierten und nach einigen Kriegen dann in Richtung Norden wanderten.

Mit der Zeit entwickelten sich so die Sprache und die Mentalität, die heute in Südafrika vorherrschen.


In den Niederlanden wird weiterhin sehr viel Rooibos getrunken, wie ich selber bei Besuchen in Amsterdam feststellte.


Doch wie schmeckt Rooibos eigentlich?




Die Pflanze weiß mit ihrer fruchtigen Spritzigkeit zu überzeugen und ist meiner Meinung nach eine tolle Alternative für herkömmliche Tees.


Zum Abschluss ein Tea Master Food-Pairing Tipp:


Der Rooibos-Tee passt hervorragend zu orangigen Speisen, die auch mit malzigen Elementen untermalt sein können.


Mit Milch würde ich Rooibos nicht kombinieren, denn die Honig-Noten, die man auch durchaus findet, würden mit Milch übertönt werden.


Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesem Bericht für Rooibos-Tee begeistern.


Viel Spaß beim Teetrinken


Tea Master Leroy





Leroy Henze, 24

Jüngster Tea Master Gold 2018

Ernährungsberater/Nutrition Coach

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